Wenn wir im Heiligtum sind, dann kann oft ganz viel von uns abfallen. Wir 
spüren etwas von dieser Ruhe und Sicherheit, die der Glaube uns schenkt.

Aber oft ?verpufft? dieses Gefühl, wenn wir wieder zu Hause sind. Da warten
dann wieder alle Verpflichtungen, und es ist alles wie immer. Aber eben so
ganz anders als in Schönstatt.

Aus diesem Grund möchte sich die Gottesmutter auf den Weg machen ? von ihrem
Heiligtum aus ? zu mir nach Hause! Mitten in meine kleine Welt!

Das Schlüsselwort heißt ?Hausheiligtum?!

Das MTA-Bild ist nicht nur einfach so ein Bild wie viele andere Bilder auch.
Es ist ein Gnadenbild. Der liebe Gott verbindet mit diesem Bild besondere
Gnaden!

Durch das MTA-Bild sind mir die Gottesmutter und der, den sie auf ihren
Armen trägt, spürbar näher! Sie sind auf unsichtbare Weise mir ganz nah!

Das Kreuz und das MTA-Bild! Die beiden Zeichen unseres Glaubens und unserer
Sicherheit!

Mein Hausheiligtum wird zu einem wirklichen Heiligtum!

Hier öffnen mir Gott und die Gottesmutter die Tür zu ihrem Herzen!

Hier kann ich der Gottesmutter in die Augen schauen und mich von ihr anschauen lassen!

Hier darf sie alles sehen!

Hier darf ich mich ausheulen und wieder ruhig werden!

Hier bekomme ich die Kraft zu wichtigen Entscheidungen!

Hier ist der Ort meiner Sicherheit!

Hier kann ich mein Leben festmachen! (X.)

"Ich darf wissen, in mir drin, da steckt sie, die Heldin, diese wunderbare Idee Gottes, die mich so einmalig, so wertvoll, so stark macht. Ich darf sie in mir entdecken und möchte alles dafür tun, dass sie nach außen sichtbar wird. Nicht als Superwoman oder so, sondern in den kleinen Dingen, die ich bewirken kann, ganz konkret in meinem Alltag, um so die Welt ein Stück zu verändern. Wäre es nicht wunderbar, wenn jeder Mensch auf diesem Weg wäre?" 

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da war ich einfach ziemlich unzufrieden. Mit mir , und meinem Leben, ich habe nur gedacht, so kann das echt nicht weiter gehen.

Immer wieder habe ich zur Gottesmutter gebetet, das sie mein Leben doch endlich mal in die richtige Richtung lenkt.

Eines Tages bekam ich einen Anruf von meiner Freundin.
Ich schilderte ihr meine Sorgen und sie sagte einfach :

Andrea was machst du dir Sorgen , die Gottesmutter wird das schon für dich regeln.

Nach dem Anruf habe ich mich wirklich besser gefühlt. Und sie sollte recht behalten.
Die Gottesmutter hat alles geregelt und meine Gebete angenommen. 

 „Mir fällt ein Gebet ein, das ich schon lange kenne, und doch ist es immer wieder neu.
 Da heißt es: Gottesmutter, ich schenke mich dir heute und ich brauche dich heute
Nur heute, aber heute den ganzen Tag – und morgen wieder neu.
 Das ist Liebesbündnis pur. Das ist kein Rezept, dass nun nichts mehr schief läuft – aber ich habe die Erfahrung gemacht: Wenn mal etwas schief gelaufen ist, wird es schneller wieder gerade. 
Lass es doch einfach mal auf der Zunge zergehen, im Herzen klingen: 
Dir weihe ich heute!“ (TB 2/98, S. 39)

Im Heiligtum erfahren wir Heimat, Geborgenheit und Ruhe. Wir wissen, dass wir immer willkommen sind. Dort ist Maria. Sie hat immer Zeit für uns. Sie schenkt uns verschiedene Gnaden. Eine Gnade, ist die Gnade der Sendung. Sendung, was bedeutet das? Im Alltagsleben bedeutet Sendung wohl eher eine Fernsehserie. Irgendetwas, was im TV läuft und uns irgendetwas sagen will oder auch nicht. Aber ist diese Sendung gemeint? Ich denke nicht. Ich denke, dass die Sendung, die wir im Heiligtum geschenkt bekommen eine viel größere und wertvollere Sendung ist, als die aus dem Fernsehen. Wir erhalten im Heiligtum die Gnade der Sendung um in unserem Alltagsleben Zeugnis zu geben von unserem Glauben. Dies ist nicht ganz einfach, dass durfte ich selber erfahren. Und einige andere Menschen die hier sitzen bestimmt auch. In meiner Ausbildung habe ich am Anfang kaum über Schönstatt und meinen Glauben geredet. Wenn gefragt wurde, was ich in den Ferien mache habe ich nur gesagt, dass ich als Betreuerin bei einer Ferienfreizeit mitfahre. Ich habe es bewusst vermieden Schönstatt oder meinen Glauben zu erwähnen, damit ich mich nicht mit unangenehmen Fragen auseinander setzen muss. Jeder kennt das doch. Man wird belächelt, wenn man sagt das man glaubt. Man ist doch nicht ganz normal, wenn man dazu steht. Und genau aus diesem Grund habe ich all das anfangs nicht erwähnt. Im Heiligtum habe ich oft mit Maria darüber gesprochen, dass es doch Schade sei, dass ich nicht zu ihr, Schönstatt und meinen Glauben stehen kann. Aber ich fühlte mich noch nicht bereit dazu. Ich hatte Angst vor den Fragen, die kommen würden und dass mir die passenden Antworten nicht einfallen würden. Ich bat Maria darum, dass sich das bald ändern würde und ich dann gerne Zeugnis geben würde von meinem Glauben, der mir so viel gibt, mich stärkt und mir Selbstvertrauen schenkt. Und dann kam wohl das einschneidenste Erlebnis in meinem bisherigen Leben. Der Weltjugendtag in Madrid. Ich war tierisch aufgeregt. Was wird mich erwarten? Wie wird es wohl sein? Und als wir da waren war ich begeistert. Es waren so viele junge Menschen da, die glauben, die mit ihrer Anwesenheit beim Weltjugendtag Zeugnis geben wollten von ihrem Glauben. Nun spürte ich, dass ich nicht alleine bin mit meinem Glauben. Auch das Schönstatt Festival war einmalig. Es war so schön zu sehen, dass es so viele Schönstätter in verschiedensten Ländern gibt und ihnen der Glaube so viel bedeutet und sie lebhaft Zeugnis geben von ihrem Glauben und ihn gerne in die Welt tragen. Von diesem Erlebnis an hat sich etwas in mir verändert. Ich rede nun offen über meinen Glauben und stehe dazu. In der Schule, auf der Arbeit und in meinem Freundeskreis. Natürlich gibt es immer mal wieder Gelächter , aber da stehe ich nun drüber. Ich habe mich in meinem Glauben gefestigt. Ich tausche mich immer mehr mit anderen Jugendlichen aus, die auch glauben. So vertiefe ich meinen Glauben noch mehr. Ich habe in den letzten Monaten schon viele, viele positive Überraschungen erlebt. Menschen, denen ich von Schönstatt erzählt habe und denen ich erzählt habe, was mir der Glaube bedeutet waren richtig angetan und interessiert daran. Mir wurden sogar schwierige, unangenehme Fragen gestellt, die ich guten Gewissens und sicher beantworten konnte. Ich habe gelernt zu meinem Glauben zu stehen, ihn zu leben und ihn weiter zu geben. Dazu gibt es ein schönes Zitat von Pater Kentenich: Die einzige Bibel, die der heutige Mensch noch liest, ist das praktische religiöse Leben. Diese Bibel müssen wir zeigen. Dieses Zitat passt sehr gut auf die heutige Zeit. Man muss seinen Glauben leben und ihn zeigen. Nur so können wir unsere Mitmenschen davon begeistern. Ich bin mir sicher, dass Maria diejenige war, die mich dazu bewegt hat zum Weltjugendtag zu fahren, damit ich lerne zu Schönstatt und meinem Glauben zu stehen. Damit ich merke, dass ich nicht alleine bin mit meinem Glauben und damit ich mich festigen konnte in meinem Glauben. All dies ist auf die Gnade der Sendung, die wir im Heiligtum geschenkt bekommen, zurückzuführen. Da bin ich mir sicher! 

 Fest der Begegnung 24. Juni 2012