Diesen Satz bekam ich in der letzten Zeit öfter von verschiedenen Leuten
meiner Umgebung zu hören. In den ersten Augenblicken war ich darüber immer
etwas über­rascht, da ich mir selbst einer Veränderung gar nicht so bewußt
war. Ich hatte in den vergangenen Monaten nichts Außerordentliches und
Lebensveränderndes erlebt - oder vielleicht doch?

In Gedanken ließ ich die vergangenen Tage und Wochen nochmals an mir
vorüberzie­hen. Ja, ich hatte im letzten Sommer wirklich nichts
Weltbewegendes erlebt; doch mir wurde bewußt, daß ich dieses ?Hand in Hand?
mit der Gottesmutter in den letzten Wochen ganz besonders als Aufforderung
erfahren durfte. Als Aufforderung, Aufbrü­che zu wagen. Aus der Gewißheit
heraus, daß sie mitgeht, konnte ich neue Wege einschlagen und alte Pfade
verlassen; konnte Dinge tun, die ich davor noch nie aus­probiert hatte und
für die bis jetzt mein Mut noch nicht ausgereicht hatte. Ich kann meinen
Mitmenschen befreiter begegnen und unbekannten Situationen gelassener
ent­gegensehen, besonders, wenn es auch mal gegen den Strom zu schwimmen gilt.

Begonnen hat die Reihe der Aufbrüche, der leisen Ereignisse, die auch Leben
verän­dern, wohl mit dem Tag meiner Weihe. Seither durfte ich eine sehr
schöne, befreite Zeit erleben. Durch das Miteinander mit der Gottesmutter
ist in mir etwas aufgebro­chen, das mir Mut zum Aufbrechen, zu Aufbrüchen gibt.

Was die Zukunft wohl noch alles bringen mag? Ich bin gespannt!

R.P., Diözese Rottenburg-Stuttgart