Euregionaler Jugendtag in Maastricht am 24. April 2010


Acht Trägerinnen gestalteten in Maastricht beim großen euregionalen Jugendtag einen Workshop mit, der sehr viel Anklang fand.

Für den letzten Samstag im April hatte die Schönstatt-Mädchenjugend der Abteilung Borken eine besondere Herausforderung angenommen. Schon Anfang des Jahres hatte Boris Sander.Leiter der Regionalstelle für katholische Jugendarbeit Mitte im Bistum Münster angefragt, ob die Trägerinnen beim euregionalen Jugendtag in Maastricht einen Workshop übernehmen könnten. Nach einigen Mails unter den Trägerinnen war schnell klar: Das machen wir.

Aufgrund des 450jährigen Jubiläums hatte das Bistum Roermond die Nachbarbistümer zu einem großen Glaubensfest für Jugendliche und junge Erwachsene nach Maastricht eingeladen. Unter dem Motto „Al Licht“ kamen ca. 500 Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu diesem Tag zusammen. Mit dabei acht Trägerinnen der Schönstatt-Jugend. In den Wochen vorher hatten sie einen Workshop vorbereitet mit einem Stationsweg zum Thema: Auf den Spuren Jesu. An sechs verschiedenen Stationen konnten die TeilnehmerInnen das Leben Jesu Christi betrachten und durch Impulse und kleine Aktionen das eigene Leben mit ihm vertiefen. Außerdem lud eine „Mittengestaltung“ zum Gebet und Verweilen ein. Als Erinnerung konnten die Jugendlichen an einem Karabinerhaken kleine Dinge von jeder Station mitnehmen, z. B. eine Bibelstelle, einen kleinen Fußabdruck, einen selbstgebasteltn Rosenkranz oder auch ein MTA-Bild im Scheckkartenformat. Für zweimal je eine Stunde sollte der Workshop möglich sein.

Da die Trägerinnen in den Tagen vorher nicht wussten, wie viele Personen den Workshop besuchen, stellten sie sich auf ca. 20 TeilnehmerInnen ein. Am Tag vor dem großen Jugendtag kam dann die Nachricht, dass sich 60 Personen angemeldet hatten. Somit waren die Vorbereitungsarbeiten doch noch größer ausgefallen. Zudem wurden auch alle Texte ins französische und niederländische übersetzt.

In Maastricht begann der Euregionale Jugendtag mit einem Eröffnungswort in der Liebfrauenbasilika durch Weihbischof Everard de Jong und dem Bürgermeister von Maastricht. Nach einem Mittagspicknick, welches die Jugendlichen selber mitbrachten, starteten um 13.30 Uhr 25 Workshops an verschiedenen Stellen. Die Schönstatt-Jugend hatte mit dem BDKJ Münster einen schönen Platz im Innenhof der Aloisiusschule. Durch das herrliche Wetter war der Platz für den Workshop ideal.
Insgesamt besuchten über 70 Personen den Stand der Mädchenjugend. Kirsten Liesner war ganz beeindruckt: „Es hat den Leuten so gut gefallen und man bekam viele positive Rückmeldungen, wie schön so etwas doch wäre und dass man etwas mit nach Hause nehmen kann. So etwas kann man wohl noch öfter machen.“ Und Lisa schmitz meint: „Ich fand unseren Workshop in Maastricht echt super. Vor allem, die Idee mit dem Karabinerhaken fand ich sehr gelungen, weil es die einzelnen Stationen irgendwie sehr stark miteinander verbunden hat. Und auch das man immer etwas zur Ikone bringen durfte war meiner Meinung nach sehr gelungen. Und natürlich die dort zusammengekommenen Kulturen.“ Beeindruckend war auch, wie die Jugendlichen immer wieder zur „Mittengestaltung“ gingen und dort beteten. Eine Gruppe junger Leute aus verschiedenen Nationen betete dort den kleinen Rosenkranz ein, den sie vorher gebastelt hatten. Dazu sangen sie verschiedene Lieder.

Auch der Infostand über Schönstatt wurde immer wieder besucht. Kleine Schriften in verschiedenen Sprachen oder Einladungen zu verschiedenen Treffen nahmen die Leute mit. Natürlich hatten die Trägerinnen überall kleine Schönstattfähnchen aufgehängt und die Tücher mit dem Logo dabei. Viele Erwachsene fragten nach Schönstatt und der Gemeinschaft, zu der wir gehören. „Das war für unsere Jugendlichen die beste Trägerinnenschulung“, so Sr. M. Doriett, die mit den Jugendlichen gekommen war. „Schönstatt in der Sprache zu erklären, die man in der Schule lernt, wie wir französisch oder niederländisch, ist ohne die passenden Vokabeln gar nicht so leicht. Man half sich immer wieder untereinander oder holte kurz Hilfe, wenn es gar nicht klappte!“

Dass der Workshop auch bei Verantwortlichen gut ankam, zeigte die Anfrage von zwei pastoralen Mitarbeitern aus Luxemburg bzw. aus dem Bistum Münster, die sich für das Material interessierten und ihre Adressen da ließen.

Um 17.00 Uhr feierten die TeilnehmerInnen in der Basilika St. Servaas die heilige Messe. Fünf Bischöfe und viele Priester nahmen an dem Gottesdienst teil. Die Texte wurden in französisch, deutsch und niederländisch gebetet, die Predigt hielt Bischof Frans Wierts in englisch. Durch die Lieder und verschiedenen Sprachen kam richtig Weltjugendtagsstimmung auf. Für Kirsten Liesner war in der Messe die Predigt des Bischofs „sehr gut gelungen, sie war zum Nachdenken und für Jugendliche gemacht.“ „Gott braucht euch, denn er kann nur durch Menschen seine Botschaft verkünden“, so der Bischof.

Nach dem feierlichen Gottesdienst gab es am Gouverneursgebäude noch ein gemeinsames Abendessen und mit anschließendem Programm.